Die Geschichte der Kartenspiële reicht über tausend Jahre zurück. Ursprünglich in China entwickelt, verbreiteten sich Spielkarten im 9. Jahrhundert langsam nach Westen. Im 11. Jahrhundert gelangten sie über die arabische Welt nach Europa, wo sie schnell große Beliebtheit erlangten. Die frühen europäischen Karten waren handbemalte Kunstwerke und daher äußerst kostbar, weshalb sie zunächst nur dem Adel und wohlhabenden Bürgern vorbehalten waren.
Mit der Erfindung des Druckverfahrens im 15. Jahrhundert wurden Spielkarten erschwinglicher und verbreiteten sich rasch unter der Bevölkerung. Verschiedene Regionen entwickelten eigene Kartensätze mit unterschiedlichen Symbolen und Designs. Deutsche Decks verwendeten Eichel, Laub, Herz und Schellen, während französische Decks die heute weltweit verbreiteten Symbole Pik, Herz, Karo und Kreuz etablierten. Diese französischen Symbole werden bis heute in internationalen Pokerräumen und Casinos verwendet.
Die mathematischen Grundlagen von Kartenspielen begannen Wissenschaftler erst im 17. Jahrhundert zu analysieren. Mathematiker wie Blaise Pascal und Pierre de Fermat legten den Grundstein für die Wahrscheinlichkeitstheorie durch ihre Analysen von Glücksspielen. Diese frühen Untersuchungen führten zur Entwicklung moderner statistischer und mathematischer Methoden, die heute in vielen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen angewendet werden.